GEAK, Minergie und Co.: Energiestandards verständlich erklärt

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GEAK, GEAK Plus, Minergie, Minergie-P: Wer ein Haus baut oder saniert, stösst rasch auf diese Begriffe. Sie klingen ähnlich, meinen aber Unterschiedliches. Der eine ist ein Ausweis, der andere ein Baustandard, der dritte eine Beratung. Wer die Unterschiede kennt, trifft bessere Entscheide, sichert sich Fördergelder und schützt langfristig den Wert seiner Immobilie. Dieser Überblick ordnet die wichtigsten Begriffe ein.

Der GEAK: die Energie-Etikette des Gebäudes

Der GEAK, der Gebäudeenergieausweis der Kantone, funktioniert ähnlich wie die bekannte Energie-Etikette bei Haushaltgeräten. Er stuft ein Gebäude auf einer Skala von A bis G ein: A steht für sehr effizient, G für einen hohen Energiebedarf. Bewertet werden die Gebäudehülle, also Dach, Fassade und Fenster, sowie die Gesamtenergieeffizienz mit der eingesetzten Heiztechnik. Der GEAK zeigt damit auf einen Blick, wo ein Gebäude energetisch steht. Er ist eine Momentaufnahme des Ist-Zustands und in einigen Kantonen bei einem Handwechsel oder Heizungsersatz vorgeschrieben.

GEAK Plus: Ausweis mit Fahrplan

Der GEAK Plus geht einen Schritt weiter. Zum eigentlichen Ausweis kommt ein Beratungsbericht, der neben dem Ist-Zustand konkrete Empfehlungen enthält: Welche Massnahmen bringen wie viel, in welcher Reihenfolge sind sie sinnvoll, und was kosten sie ungefähr. So entsteht ein realistischer Fahrplan für eine Sanierung, statt einzelner, unkoordinierter Eingriffe. Für Bauherrschaften, die ein älteres Gebäude schrittweise erneuern wollen, ist dieser Bericht oft die wertvollste Grundlage. In vielen Kantonen ist ein GEAK Plus zudem Voraussetzung, um bestimmte Beiträge aus dem Gebäudeprogramm zu erhalten.

Minergie und Minergie-P: der Neubau-Standard

Minergie ist kein Ausweis, sondern ein freiwilliger Baustandard mit Zertifizierung. Er stellt Anforderungen an einen tiefen Energiebedarf, an eine gute Gebäudehülle und an einen hohen Wohnkomfort, etwa durch kontrollierte Lüftung. Minergie-P setzt die Latte höher und orientiert sich am Passivhaus-Gedanken mit noch geringerem Heizbedarf. Solche Standards spielen vor allem beim Neubau eine Rolle und sind teils Bedingung für Fördergelder: Das Gebäudeprogramm 2026 unterstützt unter anderem Neubauten im Minergie-P- oder GEAK-A/A-Standard.

Wie alles mit Förderung und Wert zusammenhängt

Die Standards sind mehr als Etiketten. Das Gebäudeprogramm 2026 stellt rund 607 Millionen Franken von Bund und Kantonen bereit, unter anderem für die Wärmedämmung der Gebäudehülle, den Ersatz fossiler oder elektrischer Heizungen durch erneuerbare sowie für umfassende Sanierungen. Wichtig: Der Antrag muss immer vor Baubeginn gestellt werden, und die Beiträge sind kantonal unterschiedlich. Ein guter Effizienzwert senkt zudem die Betriebskosten und stärkt langfristig den Wert einer Immobilie, gerade in einem Umfeld tiefer Zinsen, das Sanierungen begünstigt.

Welcher Standard und welcher Nachweis für Ihr Projekt sinnvoll ist, hängt vom Gebäude, vom Kanton und von Ihren Zielen ab. Domus Projects begleitet Sie von der ersten Einordnung bis zur Umsetzung. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie Ihr Vorhaben auf ein solides Fundament stellen möchten.

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