Das Zinsumfeld hat sich in den vergangenen Monaten deutlich entspannt. Zehnjährige Festhypotheken liegen Anfang 2026 im Schnitt bei rund 1,8 Prozent, der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank steht bei null Prozent. Für Bauherrschaften, die einen Neubau oder eine Sanierung erwägen, verändert das die Ausgangslage. Kein Grund zur Euphorie, aber ein guter Anlass, Vorhaben sorgfältig zu prüfen und die Planung nicht auf die lange Bank zu schieben.
Was tiefe Zinsen für ein Bauvorhaben bedeuten
Tiefe Festhypotheken senken die laufenden Finanzierungskosten über die gesamte Laufzeit eines Projekts. Wer heute abschliesst, kann einen wesentlichen Teil der Baukosten zu planbaren Konditionen sichern. Die Erwartung für 2026 geht in Richtung stabiler bis leicht sinkender Zinsen, was die Kalkulation berechenbarer macht. Diese Verlässlichkeit ist gerade bei mehrjährigen Bauprozessen wertvoll, weil sie eine solide Grundlage für Budget und Etappierung schafft. Wichtig bleibt: Das ist keine Anlageberatung und kein Renditeversprechen. Ob ein Vorhaben trägt, hängt immer von Standort, Nutzung, Baukosten und der individuellen finanziellen Situation ab. Die günstige Zinslage ist ein Faktor unter mehreren, nicht der einzige Massstab.
Sanierung: doppelter Rückenwind
Für Sanierungen ist das Umfeld derzeit besonders interessant. Der tiefe Referenzzins begünstigt die Finanzierung, und parallel unterstützt das Gebäudeprogramm 2026 mit rund 607 Millionen Franken von Bund und Kantonen. Gefördert werden unter anderem die Wärmedämmung der Gebäudehülle, der Ersatz fossiler oder elektrischer Heizungen durch erneuerbare Systeme, der Anschluss an Wärmenetze sowie umfassende Sanierungen. Die Beiträge fallen kantonal unterschiedlich aus, und der Antrag muss immer vor Baubeginn gestellt werden. Ein GEAK Plus, der Gebäudeenergieausweis der Kantone mit Beratungsbericht, liefert dafür eine fundierte Grundlage: Er zeigt den Ist-Zustand und konkrete Empfehlungen. Wer günstige Finanzierung und Förderung kombiniert, kann eine energetische Erneuerung wirtschaftlich sinnvoll aufgleisen.
Warum sich frühe Planung auszahlt
Die Rahmenbedingungen sprechen für zügiges Planen, nicht für überstürztes Handeln. Die Wohnbaugesuche sind in den ersten vier Monaten 2026 um rund zwölf Prozent gestiegen, und die Bauinvestitionen dürften dieses Jahr um etwa 5,3 Prozent zulegen. Wer sein Projekt jetzt aufsetzt, sichert sich Planungskapazitäten, bevor die Nachfrage weiter anzieht. Gleichzeitig nimmt die regulatorische Komplexität zu: Energievorgaben, Lärmschutz, Barrierefreiheit und Denkmalschutz verlängern die Vorlaufzeiten. Eine saubere Vorabklärung von Bewilligungsfähigkeit, Fördervoraussetzungen und Finanzierung verhindert teure Verzögerungen. Der günstige Zeitpunkt entsteht nicht durch die Zinsen allein, sondern durch die Kombination aus stabilem Finanzierungsumfeld, verfügbarer Förderung und einem Markt, der Wohnraum dringend benötigt.
Wenn Sie einen Neubau oder eine energetische Sanierung ins Auge fassen, lohnt sich das frühe Gespräch. Domus Projects begleitet Bauherrschaften von der ersten Machbarkeitsprüfung über die Förderabklärung bis zur Umsetzung. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf und lassen Sie Ihr Vorhaben in Ruhe und mit klarem Blick auf die Rahmenbedingungen prüfen.



